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Top 5 Programmiersprachen für 2020

Einführung

Ist es zu spät heute noch Programmieren zu lernen? Auf gar keinen Fall! Gerade jetzt stehen die Chancen in die IT-Branche einzusteigen besser als je zuvor. Wenn du ernsthaft mit dem Gedanken spielst, 2020 deine Karriere als Programmierer zu starten, dann solltest du dir am Anfang die Frage stellen, in welchen Bereich du genau gehen möchtest. Je nach Programmiersprache warten zum Teil unterschiedliche Jobs auf dich und es lässt sich ein Trend feststellen, welche Programmiersprachen im nächsten und in den kommenden Jahren an Relevanz zunehmen werden. In diesem Artikel stelle ich dir die 5 Programmiersprachen vor, die es sich meiner Ansicht nach unbedingt zu lernen lohnt.


Platz 5: VBA

Auch wenn viele Visual Basic für Applikationen "tot" ist, bieten viele Firmen (vor allem aufgrund von Altlasten) Jobs in diesem Bereich an. Dabei geht es vor allem darum, bereits vorhandene Anwendungen zu warten und neue Anforderungen umzusetzen bzw. in die bestehende VBA-Landschaft zu integrieren.

Für VBA muss man zudem kein absoluter Techie sein. Durch den einfachen Bau von Programmieroberflächen und die Verknüpfung via Makros zu Microsoft Excel, ist VBA auch für Programmiereinsteiger eine gute Wahl, um schnell zu sichtbaren Ergebnissen zu kommen.


Platz 4: Swift / iOS Development

Swift ist laut Apple "eine schnelle und effiziente Programmiersprache, die Feedback in Echtzeit gibt und sich nahtlos in bestehenden Objective‑C Code einbinden lässt". Wenn man native Apps für Apple-Geräte entwickeln möchte, kommt man um Swift nur schwer herum. Überhaupt erfordert die native Entwicklung für Apple-Geräte viel Spezialwissen im Apple-Umfeld. Hinzu kommt, dass man für die Veröffentlichung im Apple App-Store einen Developer-Account braucht und die Apps zuvor einen Review-Prozess durchlaufen, an dessen Ende nicht selten eine Ablehnung steht. Warum ist diese Sprache dann aber auf Platz 4? Ganz einfach! Wenn du Swift und allgemein native App-Entwicklung für Apple beherrschst, hast du aufgrund der hohen Einstiegshürde einen großen Vorteil gegenüber anderen Entwicklern.

Außerdem ist Swift durch seine große Online-Community auf swift.org mit ein wenig Aufwand gut erlernbar.


Platz 3: Java

Jeder spricht über Java. Und das hat einen einfachen Grund, denn egal in welchem Bereich man unterwegs ist: Man wird irgendwo mit Java in Berührung kommen. Selbst im SAP-Umfeld gibt es bspw. über JDBC eine Java-Schnittstelle. Wenn du Android-Apps, die weltweit aktuell den größten Marktanteil besitzen, nativ entwickeln willst, wirst du Java benötigen. In sehr vielen komplexen Softwareprojekten spielt Java irgendeine Rolle und auch Webseiten lassen sich mit Java entwickeln.

Die Sprache ist (im Vergleich zu z. B. Python) recht schwer zu erlernen, doch die Mühe lohnt sich: Wenn du Java als objektorientierte Programmiersprache beherrschst, wird dich (bis auf C) syntaktisch und von der Programmierlogik her nichts mehr schocken können.


Platz 2: JavaScript

Wenn du Java beherrschst, ist JavaScript ein Kinderspiel. Sogar die explizite Typdefinition wird dir mit einem einfachen var abgenommen. JavaScript ist im Web-Umfeld quasi unverzichtbar, wenn es um die Client-seitige Interaktion mit einer Webseite geht. Du kannst damit sogar vollwertige Spiele entwickeln! Für JavaScript gibt es zudem viele Frameworks wie Node.js oder React.

Wenn du also im Webumfeld Fuß fassen möchtest, solltest du dir unbedingt JavaScript anschauen und mit Programmierkenntnissen in PHP für die Server-Seite kombinieren.


Platz 1: Python

Die ungeschlagene Nummer Eins ist (auch für das Jahr 2020) Python. Es gibt unzählige Stellen für unterschiedlichste Bereiche, in denen Python eingesetzt wird. Wenn du an den derzeitigen KI- und Data-Science-Hype anknüpfen möchtest, ist Python die Programmiersprache deiner Wahl, weil sie sehr leicht und intuitiv zu erlernen ist, sowie z. B. durch Tensorflow ein sehr mächtiges KI-Framework zur Verfügung stellt.

Neben einer starken und hilfsbereiten Community gibt es zudem eine umfassend große Bibliothek, mit der man quasi alle Anforderungen im IT-Bereich umsetzen kann (sogar die automatisierte Erstellung von PowerPoint-Folien oder die Massenkonvertierung von .docx- in PDF-Dokumente). Mit Pygame lassen sich Videospiele entwickeln und mit Pandas oder NumPy findet man auch im wissenschaftlichen Umfeld viele Aufgaben.

Man hält sich bei Python auch nicht mit einer komplizierten Syntax auf, sondern kommt direkt zum Punkt. Deshalb ist sie für die Lehre an Unis/Schulen oder auch für das Selbststudium sehr gut geeignet.


Soziale Medien

Auch wenn es sich bei sozialen Medien nicht direkt um eine Programmiersprache handelt, bin ich der festen Überzeugung, dass Berufsnetzwerke wie Xing oder LinkedIn und Social Media Plattformen wie YouTube den Einstieg in bestimmte Bereiche erleichtern. Wenn du z. B. (wie ich) einen YouTube-Channel hast, auf dem du Python-Programmierung oder komplizierte mathematische Sachverhalte erklärst, hast du damit ein gewaltiges Portfolio, das du deinem zukünftigen Arbeitgeber präsentieren kannst. Zudem ist dadurch auf einfache Art und Weise möglich zu zeigen, was du kannst. Daneben zeigst du durch solche Nebenprojekte, dass du belastbar bist und etwas Kreatives oder Produktives eigenständig aufbauen kannst.